Facebook    Instagram    Pintarest    RSS
Head Bild

Aus dem Leben

Autor:
Datum: 29. Januar 2014

Wisst ihr, ich bin Mutter von 2 Jungs.
Das ist etwas ganz Besonderes.
Beide gehen in die Schule.
Der Eine in die Volksschule, der Große ins Gymnasium.
Naja, da erlebt man als Eltern schon so Einiges.

 

Letztens fahre ich im Auto nach Hause. Plötzlich ein Anruf aus der Schule (Gym.)!
Da bleibt einem kurzfristig das Herz stehen.
Es war der Klassenvorstand vom Großen.

 

Zum Glück ist nichts passiert. Na ja, wenn man von der Tatsache absieht, dass
mein Sohn es geschafft hat zur Mathe-Schularbeit (2. Schuldstunde) zu spät zu kommen, weil
er sein in der Pause begonnenes Kartenspiel (er spielt Magic – und das dürfte den meisten Eltern,
die einen Sohn in diesem Alter haben ein Begriff sein) noch beenden wollte.

 

Wie bitte – er hat was? Ich war sprachlos – musste aber innerlich auch grinsen.
Ganz die Mama, bloß dass ich nicht Karten gespielt habe.

 

Na ja – dem Papa haben wir sicherheitshalber davon nichts erzählt.

 

Die Note war dann auch dementsprechend.
Und die künstlerische Freiheit meines Sohnes, was die Genauigkeit bei seinen
geometrischen Zeichnungen betrifft, erledigte dann den Rest.
Zumindest war es keine 5.

 

Ich frag mich dann immer – warum meine Kinder?
Was hab ich falsch gemacht?

 

Beim Elternsprechtag höre ich bei fast jedem Lehrer:
„Ah, ihr Sohn ist so lieb und höflich, so sozial, ABER…

 

Das „aber“ kommt immer.
Und nach dem „aber“ geht´s so richtig zur Sache.
Letzte Woche drückte mir meine Mama dann ein Buch in die Hand
und sagte: „Lies mal den Text hinten am Umschlag“!

 

Glattauer1

 

Und da steht folgendes:

 

* * *

 

Reingard Söllner
Dienstag, 5. Oktober
Sehr geehrte Frau Gruber!
Leider stört Ihr Sohn Lukas fast jeden Vormittag den Unterricht. Er tratscht und verweigert jede Form der Mitarbeit (Aufzeigen!). In den Pausen nervt er seine Lehrer mit provozierenden Äußerungen oder schreibt Hausübungen ab. Reden Sie bitte mit ihm!
Mag. Reingard Söllner, Klassenvorstand
U:

 

Sabine Gruber
Sehr geehrte Frau Söllner,
Leider verdirbt uns Ihr Schüler Lukas fast jeden Abend die Stimmung. Er schweigt und verweigert jede Form der Mitarbeit (Tisch decken!). Beim Abendessen nervt er seine Familie mit seinem Smart-Trottel oder er streitet mit seiner Schwester. Reden Sie bitte mit ihm!
Mag.tra Sabine Gruber, Mutter
U:

 

Reingard Söllner
Mittwoch, 6. Oktober
Sehr geehrte Frau Gruber!
Ich habe mir erlaubt, Ihre letzte Eintragung ins Mitteilungsheft unserem Herrn Direktor, Hofrat DDr. Weiser, zu zeigen. Da ich Sie telefonisch nicht erreichen kann, bitte ich Sie, am Freitag in der Zeit zwischen neun und zehn Uhr in der Schule zu einem persönlichen Gespräch in der Direktion zu erscheinen.
Mag. Reingard Söllner
U:

 

Sabine Gruber
Liebe Frau Söllner,
Ich pflege grundsätzlich nicht zu erscheinen, dafür bin ich nicht ausreichend erleuchtet. Sie wollen mich freundlich zu einem Gespräch bitten? Ab ca. 20 Uhr stehe ich gern zur Verfügung, sieben Tage die Woche. Gegen 19.30 Uhr kann ich nämlich meinen Arbeitsplatz verlassen, nachdem ich in der Regel ca. zehn Stunden dort verbracht habe (anders als manche Lehrer, die man ab 14 Uhr bei der Gartenarbeit beobachten kann). Ein Vormittagstermin ist in der nächsten Zeit für mich jedenfalls leider nicht möglich. Das können Sie gern auch Ihrem Herrn Direktor Hofrat Doktordoktor ausrichten.
Mag. tra Sabine Gruber

 

* * *

Ich find das supa!

Ob ich es so mal versuche weiß ich noch nicht *grins*

Ich war zumindest schon mal, nachdem ich die Kids um 7:50 in der Schule abgesetzt habe, um 10:00 Uhr erneut in der Schule – bestellt bei der Frau Deutsch Lehrerin.
10:00 Uhr Vormittag – nimmt man sich normal dafür frei? Und unser Schulweg beträgt (mit viel Übung) mit dem Auto 20 Minuten.
Da ich selbständig bin kann ich es mir zwar einteilen – aber mal ehrlich – das darf doch nicht wahr sein.

 

Niki Glattauer ist selber Lehrer, und ich will meinen, ein ganz besonderer.
Seine Einstellung zum Thema Schule, Kids, Eltern und Lehrer gefällt mir.

 

Glattauer4

 

Also wer jetzt Lust bekommen hat, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen!

Zu Lachen gibt es vieles!

Und man fühlt sich nicht alleine in der Welt der Eltern mit Schulkind.

 

Glattauer3

 

Glattauer2

 

Viel Spaß beim Lesen.

 

 





Kommentar schreiben

Name:
E-Mail: (wird nicht veröffentlicht)
   
Kommentar